Music, Arts and Entertainment

Artikel vom: 27.09.2018

„Uns gehört die Stadt“ könnten viele Gruppen in Leipzig für sich proklamieren. Allen voran die Privateigentümer von Immobilien, die zu Teilen aber auch in Investmentfonds organisiert und meist auch keine Leipziger sind. Es gibt die Menschen, die in der Stadt leben und Orte bewohnen und benutzen. Es gibt die Stadtverwaltung und den Stadtrat, die Ideen für die Gestaltung der Stadt entwickeln. Es gibt diejenigen, die Freiräume für die Gestaltung der Stadt durch ihre Bewohner_innen fordern. Es gibt diejenigen, die sich mit Konzepten wie Guerilla Gardening oder auch Streetart am Rande der Legalität für die Gestaltung der Stadt einsetzen. Es gibt Kulturmacher_innen in der Stadt, die das Stadtbildprägen und viele Gruppen mehr.

Wer steckt also hinten dem WIR, wenn wir von UNS reden, denen die Stadt gehört?

In dörflichen Gemeinschaften ist es üblich, dass man sich kennt und dass man miteinander redet. Diese Form von Austausch bietet der städtische Raum schon allein wegen der Menge an Menschen nicht. Wenn wir aber davon reden, dass die Stadt von ihren Bewohner_innen (mit-)gestaltet werden soll. Ist es notwendig, dass diese ins Gespräch kommen. Es ist notwendig, dass sich Menschen austauschen, die sonst nie Notiz voneinander genommen hätten.

Der Willhelm-Leuschner-Platz ist ein Dreh- und Angelpunkt zwischen der Innenstadt und dem Leipziger Süden. Durch den Innenstadtring ist hier viel Bewegung von Menschen und Gruppen verschiedenster sozialer Herkunft. Diese Menschen wollen wir mit dem Teilprojekt der VILLA in Interaktion bringen. Dazu benötigt es etwas Außergewöhnliches, das zum Anhalten anregt, das Aufmerksamkeit erzeugt, aber auch nur funktioniert, wenn mehrere Menschen es gemeinsam tun. Wir wollen im Teilprojekt eine Klanginstallation unter dem Titel Dreh-Moment-Orgel auf dem Willhem-Leuschner-Platz errichten, die inspiriert von dem Prinzip der Drehorgel, verschiedene Melodien, Rhythmen und Geräusche zu einem Stück zusammensetzt. Dieses wird von mehreren Passanten bedient und je nach Geschwindigkeit der Drehbewegungen entstehen verschiedene Kompositionen.

Unterstützt wird das Projekt von dem Leipziger StartUp Jymmin, welche die Technische Basis für unsere Dreh-Moment-Orgel bereitstellen. http://jymmin.com/

Mehr Informationen über das Gemeinschaftsprojekt seine Partner_innen und Veranstaltungen findet ihr unter:

www.geyserhaus.de/wgds

https://www.facebook.com/SoziokulturLeipzig/

 

 

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